Besuch beim SVW

Im schönsten Klassenzimmer der Welt…die 9bH zu Gast bei Werder Bremen

Das Schulunterricht auch außerhalb der bekannten 45/90min-Taktung klappen kann, beweist Werder Bremen im Rahmen der „Jumixx-Stadionschule“. Nur acht Lerngruppen aus Niedersachsen und Bremen können diesem jährlich angebotenen Projekt(-event) beiwohnen…und wir bekamen in diesem Jahr am 07. Und 08.März als erste Schule beider Bundesländer den Zuschlag. Im Zentrum der durch fachlich geschultes Personal begleiteten Projekttage werden – neben dem Faktor Spaß – sowohl methodische Kompetenzen (u.a. durch das selbstständige Erstellen eines Interviews) geschult, Möglichkeiten der Berufsorientierung gegeben als auch (aktuelle) gesellschaftspolitische Themenbereiche (schülernah) bearbeitet.

Die Stadionschule orientiert sich u.a. an der Idee, die Faszination und den Reiz von Werder Bremen und des dazugehörigen Weser-Stadions zu nutzen, um dem schulischen Lernen eine neue Plattform außerhalb der Schule zu bieten: Das Weser-Stadion selbst wird zum Klassenraum. Dieses Konzept soll den SuS, neben einem Beitrag zur Allgemeinbildung, eine Hilfestellung zur weiteren, selbstständigen Lebens- und Berufsplanung geben.
Während des Projekts wurden den SchülerInnen Berufe vorgestellt, die bei Werder Bremen, im Weser-Stadion und bei Partnern von Werder ausgeübt werden. Vor allem aber Tätigkeiten, zu denen die Jugendlichen einen realistischen Bezug entwickeln können, wie z.B. Fachfrau/-mann für Schutz und Sicherheit, Ausbildungen im Bereich der Gastronomie oder der IT-Branche. Darüber hinaus wurden in verschiedenen Workshops (sportpolitische) Themen wie ´Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Fußball´ im OstKurvenSaal bearbeitet.

Die Unterrichtseinheit beinhaltete Themen wie Ausgrenzung und Diskriminierung im Kontext Fußball. Die SchülerInnen machten sich bewusst, was es bedeutet, einer Minderheit anzugehören und welche Vorurteile sie eventuell selbst gegenüber anderen besitzen. Darüber hinaus lernten sie anhand von Beispielbildern aus europäischen Fußballstadien unterschiedliche Facetten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (Rassismus, Abwertung Asylsuchender, Homophobie, Islamfeindlichkeit, etc.) kennen, sowie Begriffe wie Hooligans und Ultras zu unterscheiden. Auch das Thema ´Mobbing´ spielte in einem Modul eine Rolle und wurde durch externe Fachleute (u.a. durch Mitarbeiter der Polizei Bremen) begleitet. Ein weiterer Schwerpunkt lag zudem auf der Aufklärung über Rekrutierungsversuche der extremen Rechten durch jugendrelevante Themen wie Musik, Kleidung oder soziale Netzwerke. (überarbeitete Quelle: u.a. fanprojektbremen.de)